27.07.2016 | Neuigkeiten & Interviews

Kollege Maschine


Die Technologie des Start-ups n-Join hat das Ohr an der gesamten Kommunikation zwischen Maschinen in einer Fabrik. Im Rahmen des Accelerators der EY Start-up-Challenge 2016 in Berlin arbeitete das Unternehmen aus Tel Aviv über 12 Wochen lang intensiv mit Mentoren und Coaches von BASF und EY zusammen, um das eigene Geschäftsmodell weiter zu entwickelt sowie das Netzwerk auszubauen. Am 19. Mai wurde n-Join auf dem Showcase Day in Berlin zum Sieger der EY Start-up-Challenge 2016 gekürt. Lesen Sie mehr in unserem Interview mit Haim Piratinskiy, CEO von n-Join, Dirk Ramhorst von BASF und Klaus Schoo von EY.

njoin

Haim, verstehst du wirklich, was Maschinen uns und einander zu sagen haben?

Als Akademiker bin ich von Haus aus Psychologe. Das hilft mir, Maschinen und Industriesysteme als selbst handelnde, ‚smarte‘ Wesen zu sehen, die kommunizieren, sich einbringen, sich austauschen und lernen. Es ist kein Zufall, dass dies die Grundprinzipien sind, auf denen unsere Technologie aufbaut. Maschinen interagieren so nicht nur mit ihresgleichen, sondern auch mit uns Menschenwesen. So bekommen wir tiefe Einblicke in operative Prozesse. Dies erlaubt uns, Maschinen und Systeme effizienter und in Echtzeit zu optimieren, Wartung und Instandhaltung besser voraussehbarer zu machen, unmittelbaren Zugang zu Daten zu erhalten und Abweichungen aufzudecken. Und unser System tut dies alles autonom und selbsttätig. Wir haben an der EY Start-up-Challenge teilgenommen, weil wir uns mit Mentoren von etablierten Unternehmen wie BASF austauschen und von ihrem Wissen profitieren möchten. Wir wollen den Corporates aber auch unser Know-how im Bereich des Internets der Dinge (IoT) zur Verfügung stellen, und so fruchtbare Partnerschaften mit ihnen aufbauen. Das ist es, was wir unter einer echten Win-Win-Situation verstehen.

Würdest du dem zustimmen, Dirk?

Absolut, ja. Als CDO (Chief Digital Officer) bei BASF bin ich zutiefst davon überzeugt, dass die so genannte ‚Vierte industrielle Revolution‘ nicht vor den Toren der chemischen Industrie halt machen wird. Wie beinahe jeder Industriezweig, so sehen auch wir uns der Herausforderung gegenüber gestellt, effizienter und nachhaltiger zu produzieren und die Produkteinführungszeiten zu verringern. Außerdem müssen wir eine ‚Kultur der Innovation‘ in unserem Unternehmen verankern, die sich über alle Abteilungsgrenzen hinweg und entlang der gesamten Wertschöpfungskette durchsetzt. Natürlich geht das nicht über Nacht. Robert Blackburn, Präsident für Information Services & Supply Chain Operations bei BASF, hat unsere Teilnahme bei der EY Start-up-Challenge auch deshalb so nachdrücklich unterstützt, weil er diese Überzeugung mit uns teilt. Um unsere Ziele zu erreichen, werden wir uns beständig mit Entrepreneuren wie Chaim vernetzen müssen, im Team mit Innovatoren arbeiten und unsere Erfahrungswerte sowie unser Wissen austauschen.

Und warum engagierst du dich als Mentor für Start-ups, Klaus?

Ich habe eine große Leidenschaft für Start-ups, neue Technologie und das Internet der Dinge. Deshalb sind meine persönlichen Ziele stets: mehr über das ‚nächste große Ding‘‘ für Innovatoren zu erfahren, heraus zu bekommen, wie sie ihre Visionen in real existierende und marktfähige Lösungen umsetzten wollen. Ich bin notorischer Mentor, eben weil ich so wild darauf bin zu lernen – und mein Geschäftswissen weiter zu geben. Außerdem will ich mir hier Inspirationen für meine Arbeit, meine Aktivitäten als Universitätsdozent und mein Privatleben geben lassen. Als begeisterter Hobbykoch würde ich noch anfügen: die EYSC hatte alle Zutaten für ein ordentliches Erfolgsrezept.

n-Join entwickelt und implementiert bahnbrechende Industrie 4.0-Techologie, die Hersteller in die Lage versetzt, ihre Fabriken in ‚smarte Fabriken’ zu verwandeln. Die Lösung zielt darauf ab, die Effizienz, Qualität und Profitabilität zu erhöhen – und gleichzeitig die Auswirkungen auf die Umwelt und den Ressourcenverbrauch zu reduzieren. Herzstück der Technologie ist ein einziger Apparat von der Größe eines Desktop-Computers. Dieser kann schnell und ohne disruptive Auswirkungen installiert werden. Die Technologie von n-Join funktioniert autonom. Sie liefert Datenanalyse in Echtzeit, neuartige Einblicke, bahnbrechende Erkennung von Unregelmäßigkeiten, und vieles mehr.

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